Lieber Freundinnen und Freude von Bildung für Balanka,

unser Bibliotheksgebäude kann sich schon zeigen lassen, aber wir sind noch nicht fertig. Ohne Ihre Hilfe, wären wir auf keinen Fall so weit gekommen. Daher möchten wir uns noch einmal herzlicht bedanken.

Das Projekt geht weiter. Die äußere Hülle der Vorderfassade wurde mit festen Kalksteinbruchplatten (hell-gelblich/bräunlich) versehen (siehe Bild). Diese Bauweise ist resistenter gegen den starken Monsunregen.



Haupteingang (Nordfassade) der Bibliothek von Balanka, Baustand vom März 2007 - Bild vom 27.08.2007 von Hr. Sabi




Bücherbereich – Stand vom Nov. 2007
Bücherbereich – Stand vom Nov. 2007
Wir benötigen noch dringend 6 Bücherregale aus Holz á 60 € pro Stück, 10 Tische und 60 Stühle á 80 € pro Sitzgruppe, d. h. 1 Tisch + 6 Stühle, Fußbodenfliesen und Solarpanelle für. den Lesesaal vom Obergeschoss.

Alle diese Einrichtungsgegenstände können einzeln finanziert werden. Bitte, helfen Sie mit und spenden Sie einen Gegenstand Ihrer Wahl.

Vielen Dank

Ihr Bildung für Balanka Team


Wie schon im letzten September-Rundbrief berichtet, sind die unteren Räume im Erdgeschoß schon funktionsfähig. Unsere beiden Bibliothekare arbeiten dort. Wir benötigen noch weitere große und kleine Bücherregale, da einige Bücher noch keinen Platz in den bereits vorhandene gefunden haben.

Der Fußboden aller unteren Räume ist zunächst mit einem blanken Estrich versehen. Der Boden des Obergeschosses ist noch nicht gemacht. Wir schauen weiter nach preiswerten Fliesen für den Boden, dies ist aber nach wie vor eine Kostenfrage.

Die WC´s und Waschbecken wurden bereits in den Toiletten installiert.

Auf der östlichen Seite des Grundstückes muß der begonnene Entwässerungsgraben noch fertig gebaut werden, um das Gebäude gegen Überschwemmungen durch den heftigen Regen (besonders stark in diesem Jahr) besser zu sichern.

Die Betonfläche auf dem Dach wurde zunächst mit der gespendeten „Caparol“ Betonfarbe gestrichen. Die Farbe kann die Betondachdecke nur temporär gegen Regen sichern. Später soll ein Eternitdach folgen, sobald die Finanzen es zulassen. Bei dem letzten heftigen Monsunregen, der Teile des afrikanischen Kontinents heimgesucht, müssten wir feststellen, dass unser Betondach stellenweise feucht war. Fazit: Das Gebäude muß so schnell wie möglich ein stabiles Dach bekommen!

Da die Schüler und Schülerinnen die Bibliothek nur in den Abendstunden nutzen können, muss das Gebäude flächendeckend mit einem Solarstromsystem für die Lichtversorgung ausgestattet werden. Das Dorf selbst hat keine zentrale Stromversorgung und in diesen Breitengraden ist es bereits um 18 Uhr komplett dunkel. Alternative Lichtquellen (Parafinlampen, Kerzen) sind sehr teuer und werden normalerweise nicht den Kindern zur Erledigung ihrer Hausaufgaben zur Verfügung gestellt, da es am Geld mangelt. Da die Schüler tagsüber in der Schule sind und danach ihren Eltern bei den häuslichen Arbeiten helfen müssen, ist diese Maßnahme für den Erfolg des Projektes unbedingt notwendig.

Zwei Solarpanelle, zwei Batterien und ein Regler sorgen zur Zeit für eine minimale Beleuchtung des unteren Teil des Gebäude.

Die offizielle Eröffnungsfeier der Bibliothek ist im Laufe des Kalenderjahres 2008 geplant. Mal schauen, wer mit kommen kann. Wir werden auf jeden Fall dabei sein!

Erreichen der angestrebten Projektziele:

Ziel des Projektes war die Lernmotivation der Dorfkinder und Kindern der Dorfumgebung zu fördern sowie den herrschenden Analphabetismus der Balanka-Region bei Erwachsenen zu bekämpfen. Dieses Ziel wurde teilweise schon erreicht. Seit der Betriebsnahme der Bibliothek im April 2007, wird der kleine Lesesaal klassenweise von den Schülern in Begleitung ihrer Lehrer besucht. Junge Leute aus der Balanka-Region, sogar aus den in Benin liegenden benachbarten Dörfern kommen zu Besuch. In den großen Schulferien von Juli bis September kamen Gymnasiasten aus Kambolé und Koussountou, die für Referate, Hausarbeiten und Prüfungen Recherchen gemacht haben.

Zukünftig werden Alphabetisierungskurse im Obergeschoß durch einen alten pensionierten Lehrer, der ins Dorf zurückgekehrt ist, angeboten.

Die Phonetik der Balanka-Sprache wird gerade mit anderen verwandten Sprachen der Region schriftlich erprobt und regelmäßig einmal im Monat vorgestellt. Dies wird künftig in den Räumen der Bibliothek erfolgen.

Lerngruppenbildungen für jüngere Schüler durch ältere Schüler des Dorfes sind geplant und werden bald nach Anfang des neuen Schuljahres starten.

Zu erwähnen ist auch die Rückkehr der beiden Bibliothekare ins Dorf. Sie lebten in der Stadt, wo sie keine Arbeit finden konnten. Der Bau der Bibliothek hat ihnen nicht nur Arbeit, sondern auch ihre Heimat zurückgegeben.

Wir werden unser Ziel weiterverfolgen, die Bibliothek jährlich mit Schulmaterial und sonstige Bücher zu versorgen. Zukünftig sollen die Schulpatenschaften, die wir im Herbst 2006 begonnen haben ausgeweitet werden, damit alle Kinder unseres „Millenniumsdorfes“ mindestens eine Primärschulausbildung abschließen kann.

Zukunftsperspektive in Stichworten:

1. Ausbau des 1. Stocks für Abendkurse, Kindertheater, Kunst und Kultur, Dokumentarfilme,
Dorfversammlungen und Veranstaltungen aller Art.
2. Möglichst viele Patenschaften für die auszubildenden Dorfkinder
3. Errichtung eines wetterfesten Daches
4. Finanzielle Sicherung des Projektes vor Ort
5. Weiterführung der Unterstützung der Dorfschule mit Bildungsmaterialien

Bewertung der Lebensfähigkeit des Projektes

Zurzeit wird die Bibliothek von „Bildung für Balanka e. V.“ finanziell unterstützt, um die ersten Unabhängigkeitsschritte zu sichern. So werden beispielsweise die Löhne der beiden Bibliothekare in Höhe von zur Zeit 65.500 Francs CFA (ca. € 100,00 zusammen) von BiBa e. V. getragen. Langfristig soll die Bibliothek, soweit es geht, sich selbst tragen. Die Fixkosten sollen aus den Einnahmen der Leihgebühr der Bücher, Einnahmen aus der noch in Planung befindende Internet-Café und Teeküche finanziert werden. Die Folgekosten, die vor Ort nicht erwirtschaftet werden können, müssen zunächst weiterhin von unserem Verein getragen werden, damit das Ziel des Projektes gewährleistet bleibt. Auch hier müssen aber vor ort langfristig Wege gefunden werden, dass das Dorf die Kosten selbst erwirtschaftet.

Die ehrenamtliche Arbeit des engagierten „COMITE des parents d´ élève“ (Elternkomitee) ist und bleibt eine bemerkenswerte Einrichtung des Dorfes, die die Bibliothek auf Schritt und Tritt begleiten wird.

Wir hoffen Ihnen mit diesen Ausführungen einen weiteren kleinen Einblick in den bisherigen Stand unserer Arbeit gegeben zu haben und vor allem eine Sicht auf die Zukunft des Projektes, denn Bildung ist Zukunft.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien schöne Festtage und verbleiben

mit den besten Grüßen

Ihr „Bildung für Balanka“ Team

Ohne Bildung, lässt sich keine Zukunft nachhaltig gestalten. Ob in Togo oder in Deutschland, Bildung ist Zukunft! Daher bitten wir um Ihre Spende für Bildung.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe.




„ Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen“
Benjamin Franklin